Ein prima Projekt ist an den Start gegangen und jeder kann Teil davon werden

Schulbildung ist überall auf der Welt die Möglichkeit auf ein besseres Leben. Vor allem aber in ärmeren Ländern wie zum Beispiel Kenia ist Bildung oft die einzige Hoffnung. Daher wollen wir mit dem P5 – CliLL Projekt in den 5ten Klassen dazu beitragen, die St.Joseph Junior School im Kayole/Mathaiga Slum in Nairobi kennen zu lernen und zu unterstützen.

In den 5.ten Klasse startete diese Woche das P5 Kenia-Projekt, federführend von den englischen Lehrkräften durchgeführt, jedoch auch von anderen Fächern wie Politik, Deutsch und Biologie unterstützt.

Elea aus der 5c berichtet über das Projekt: 

Jeder von uns sollte eine Collage über Kenia erstellen, damit wir einen ersten Eindruck bekommen, wo es genau liegt, welche Besonderheiten es gibt oder wie die Hauptstadt heißt. Frau Bansmann hat uns dann die St.Joseph Junior School vorgestellt, uns Fotos aus Kenia gezeigt, auch von den Slums, in denen die Kinder der Schule dort leben müssen. Wir haben Fragen gesammelt, die dann an den Schulleiter geschickt hat. Einige Tage später haben wir von dem Schulleiter George Antworten dazu bekommen. Anschließend haben wir Collagen über Gütersloh und Steckbriefe über uns erstellt. Diese sollen noch an die Schule geschickt werden, damit die kenianischen Kinder auch Informationen über uns erhalten. Die Kinder haben uns auch schon einige Fragen zurückgestellt, die wir beantwortet haben. Zusätzlich werden wir alle einen Brief schreiben, uns nochmal vorstellen und ein Bild malen. Frau Bansmann wird alles sammeln und zusammen direkt nach Kenia schicken. Vielleicht entstehen so schöne (Brief-)Freundschaften, denn die Schule hat nur einen Computer, den der Schulleiter George nutzt. Fotos direkt von der Schule dort, von den Klassenräumen, von den Kindern in Uniformen haben wir anschließend erhalten. Auch Fotos von den Slums mit Müllbergen. Wir haben überlegt, wie wir den Kindern dort helfen könnten, denn uns ist bewusst geworden, dass wir in einem glücklichen Luxusleben aufwachsen dürfen. Wir werden eine Spendenaktion machen, wie genau, wissen wir noch nicht, aber wir überlegen uns etwas Schönes.

Die St.Joseph Junior School wurde 2016 gegründet, um den Kindern, die im Slum leben müssen, eine Schulbildung zu ermöglichen. Die Schule wird von Spenden der evangelischen Kirche und zwei weiteren Organisationen (darunter der Habari Kenia Club e.V. Bielefeld) finanziell getragen. Zurzeit besuchen 42 Schüler die St. Joseph School, da die Gelder nur für drei Klassenräume sowie drei Lehrkräfte plus eine Köchin ausreichen. Darüber hinaus sorgt die Schule dafür, dass die Kinder Frühstück und ein warmes Mittagessen bekommen, oft die einzigen Speisen am Tag.

Die meisten Kinder leben in extremer Armut mit ihren alleinerziehenden Müttern, die kaum für den Lebensunterhalt der Kinder sorgen können. Die meisten Väter haben ihre Familien verlassen und kümmern sich nicht um ihre Familien. Daher wünscht sich der Schulleiter George Makori, dass er in Zukunft in der Lage ist, mehr Kindern helfen zu können eine Zukunft für sich zu ermöglichen. 

Leider fehlt an allen Ecken und Enden: Es gibt nicht genug Material, Klassen, Essen und Kapazitäten mehr Schüler aus Slums aufzunehmen, sodass sich die 5ten Klassen überlegt haben, Spenden für die St. Jospeh Junior School zu sammeln. 

Wir sind gespannt, welche Aktionen ihr auf die Beine stellt und freuen uns natürlich, diese mithilfe der gesamten Schule zu unterstützen! 

Wer aber direkt helfen möchte, die Not der Schülerinnen und Schüler der St.Joseph Junior School zu lindern, bitten wir um Spenden für den Habari Kenia Club e.V., eine Initiative einiger Lehrkräfte des Oberstufenkollegs Bielefeld. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, so dass jeder gespendete Euro auch wirklich in der St.Joseph Junior School ankommt.

Im Rahmen dieses Projekts sind in der letzten Woche ganz viele informative Collagen in der 5b und in der 5c entstanden, die ihr sicher (zusammen mit weiteren) bald „live und in Farbe“ im ESG bewundern könnt. Jetzt schon mal hier ein kleiner Vorgeschmack:

ESG@Home – Und? Was hat’s gebracht?

Wir haben uns mal umgehört und unser Antwort auf die Frage lautet: Eine ganze Menge!!!

Mattis, Klasse 6 kann jetzt jonglieren:

https://c.web.de/@337549161786251830/up6x-BfORd6g80I0k1bYqg

Die SchülerInnen der Klassen 5e,6d und 6e haben in den letzten Wochen in Projekten gearbeitet. Dabei sind einige tolle Ergebnisse herausgekommen
Hier ein paar Beispiele für euch.

5e – Chris: Unser Arbeitsauftrag in Biologie war, einen Steckbrief oder ein Poster über eine frei gewählte Pflanze zu erstellen. Ich habe mir das Gänseblümchen ausgesucht, weil man Gänseblümchen oft einfach abmäht und man sich gar nicht Gedanken darübermacht, was sie für Wunderpflanzen sind.

https://esg-nerdl.de/periods/5d6283867e866ee8a6f3847b/5e7885dc0f643c5d1a327d66/5396_kchris.pdf

6d – Mattis: Thema: Verdauung

Aufgabe: Die Verdauung sollte kreativ erklärt werden.
Die einzelnen Organe, die an der Verdauung beteiligt sind, sollten mit ihrer Funktion näher beschrieben werden. Es bestand die Möglichkeit eine Worddatei, eine Powerpoint oder einen Film für die Aufgabe zu erstellen. 

Begründung für den Film: Ich habe mich für einen Film entschieden, weil ich es interessanter und spannender fand, als eine Worddatei zu erstellen. Mit Hilfe meiner neuen CutApp, konnte ich mir gut vorstellen, dass ich es schaffe den Film gut zu machen.  Auf die Idee Lego einzusetzen kam ich, als ich in meinem Zimmer über die Aufgabe nachgedacht habe. Ich finde Lego-Filme einfach gut. Ich bin der Meinung, dass mit Hilfe eines Films es einfacher ist, die Abläufe in und während der Verdauung zu verstehen. Durch den Film habe ich mich mehr mit den Verdauungsabläufen beschäftigt, als wenn ich nur eine Worddatei erstellt hätte. Ich glaube, dass er ganz gut geworden ist. 

https://c.web.de/@337549161786251830/58h7akcSR1-C-L_ATL9X7A

6d – Jule 

https://esg-nerdl.de/periods/5d6283867e866ee8a6f38404/5e74b6253b0de7369163d511/d51b_bjulelenja.pptx

6e – Pia

Die 6e sollte ein digitales Produkt zum Thema Auswirkungen körperlicher Anstrengungen auf den menschlichen Körper und die Wirkung von Ausdauertraining erstellen.

https://esg-nerdl.de/periods/5d6283867e866ee8a6f384d0/5e74a2c83b0de7369163c14f/c440_kpia.MOV

Nele und Liva aus der EF schicken uns einen Beitrag, den sie für den Pädagogikunterricht geschrieben haben, der aber sicherlich auch ohne Anbindung an das Unterrichtsfach eine interessante Lektüre ist. Es geht um das Thema Trisomie 21.

Zurzeit beschäftigen wir uns und Pädagogik mit dem Thema Lernstörungen/ Lernbehinderungen. Unter allen Themen wie z.B. Hochbegabung, ADHS und weiteren haben wir uns für das Thema Trisomie 21, auch als Downsyndrom bekannt, entschieden. Wir haben viel recherchiert; Wie entsteht die Krankheit, was hat es für Folgen, wie kann man es behandeln und viele weitere.

Zuerst zu der grundlegenden Frage: Wie kann Trisomie 21 entstehen? Dies kommt durch einen Fehler in der Chromosom-Anzahl. Während die meisten Menschen genau 23 Chromosomenpaare als 46 Chromosomen haben, haben Menschen mit Trisomie 21 47, da das Chromosom 21 drei statt zwei Chromosome enthält. Genau dadurch kommt auch der Name der Krankheit: Tri(drei)somie(Chromosom).

Menschen mit Trisomie haben mit früh begonnener Therapie eine Lebenserwartung von ca 50-60 Jahren, jeder zehnte wird sogar um die 70 Jahre alt. Durch Einrichtungen wie Werkstätten für Behinderte haben sie eine Chance auf dem Arbeitsmarkt und haben eine Möglichkeit für ein eigenständiges Leben.

Relativ bekannte Merkmale der Trisomie 21 sind die schräggestellten Augen mit Liedfalte am Augenwinkel, einer runden Kopfform, kleinen Ohren und breiteren Händen mit breiten Fingern. Die Knochen sind oft sehr brüchig und der Gaumen höher, während die Zunge etwas größer ist.

Die Folgen dieser Erbstörung sind sowohl psychisch als auch physisch. Durch eine Wachstumsstörung haben die Betroffen ein anderes (wie oben beschriebenes) Aussehen. Gleichzeitig kann es viele Schäden innerhalb des Körpers geben. Einige Beispiele dafür wären Herzfehler, Muskelhypotonien, ein schwaches Immunsystem, eine Anomalie des Verdauungstraktes und auch Fehlbildungen der Sinnesorgane. Durch die kleinen Ohren und allgemeinen Fehlbildungen leiden 78% der Menschen mit Trisomie und Hörschäden.

Manche Probleme, wie zum Beispiel ein undeutliches Sprechen durch die größere Zunge und den veränderten Gaumen kann man behandeln. Das Sprechen zum Beispiel durch Logopädie (also Sprachtherapie) zusammen mit einem angepassten Training zuhause. Viele Kinder haben, aufgrund der Anomalie, auch Probleme mit der Spracherlernung. Dort helfen Gebärden und Bilder, da sie sich visualisierte Sachen besser Merken können. Ein Beispiel dafür wäre das Gebärden Abc, oder das Wort Hund während auf einen Hund gezeigt wird. Es gibt mehrere bekannte Lernhilfen für Kinder mit Trisomie 21. Dazu gehört zum Beispiel die bereits erwähnte Visualisierung von Begriffen, aber auch eine stärkere Hilfe in Schulen. Dort gibt es zum Beispiel Inklusionsschulen für Kinder mit allen möglichen Lernproblemen. Außerdem sind die Familie und der Freundeskreis sehr wichtig.

Bei den physischen Problemen wie Herzfehler oder Hörschäden, kann es oft durch eine Operation verbessert oder sogar ganz geheilt werden.

Muskelprobleme und ähnliches können bei der Ergotherapie behandelt werden. Wichtig ist jedoch bei jeder Therapieform die Wahl des Therapierenden (das Kind muss dieser Person vertrauen), kein Leistungsdruck und ein individueller Trainingsplan.

Therapien erleichtern den Kindern und auch Eltern den Alltag, zusätzlich stärkt es das Verständnis des Kindes mit Trisomie für die Umwelt und andere Menschen und schafft neues Selbstbewusstsein. Leider ist Trisomie nicht ganz heilbar und es müssen immer wieder Therapien durchgeführt werden, aber das Leben des Menschen wird deutlich verbessert.

Im GK2 der Q2 sind einige tolle Pop Art Porträts berühmter bzw. besonderer Menschen entstanden:

Daniel Howell gemalt von Leah Hulbert
New Yorker Queer Lady, gemalt von Lilly Berwinkel, die Anregungen von Warhol ( “ Goethe in der Campagna“ und seiner Serie zu „Marilyn“) in Farbgebung und Komposition verarbeitete
Hier die berühmte Physikerin Marie Curie
Zeichnung von Maya Vienken
ebenfalls von Leah Hulbert: ein Porträt ihrer Oma in jungen Jahren

Was war euer Highlight der letzten 2,5 Wochen?
Habt ihr auch etwas, was ihr gern veröffentlichen möchtet?
Zögert nicht, sondern schreibt uns (entweder über die Kommentarfunktion oder an rap@esg-guetersloh.de)!

Geschafft! – Tag 13 – ESG@Home

Bloggerin Pauline und Frau Kemmerling schreiben heute nochmal für euch, wie ihr Tag so war.
Vom Blog an dieser Stelle: Wir bedanken uns ganz herzlich, für all´ die tollen Texte, die ihr und Sie uns in den letzten 2,5 Wochen geschickt habt. Es war wirklich schön, zu lesen, dass wir irgendwie alle „im gleichen Boot“ gesessen haben!
Genießt die letzten zwei Berichte!

Pauline, Klasse 8

Nun sind die drei Wochen Homeoffice vorbei und heute kann ich das letzte Mal auf nerdl gehen und sehen, wie alle Lehrer uns schon schöne Osterferien wünschen. Jetzt schon Osterferien? Na ja: Eigentlich wollte ich nach Hamburg fahren, meinen Geburtstag mit der Familie zusammen feiern und mich bei schönen Wetter mit Freunden treffen. Fehlanzeige! Aber trotzdem ist es schön zu wissen, nicht jeden Tag um Punkt acht Uhr vor dem Laptop zu sitzen und Online- Unterricht zu machen. In der ersten Stunde stand Religion an, in der zweiten Englisch auf dem Plan. Dann kam eine Doppelstunde Sport, wo wir Fitnessvideos schauen und mitmachen mussten. Schließlich der Wahlfachkurs Musik und in der letzten Stunde Mathe. Ich freue mich schon darauf, am 20. April in die Schule gehen zu können. 

Wir vom Blog wünschen Euch schöne Osterferien! Kommt erholt und gesund wieder!

Eure Pauline!

Frau Kemmerling

Hallo vom ESG@home aus Lippstadt,

Freitag, der letzte Tag der Woche. Und auch der letzte Tag vor den Ferien. Richtig, da war ja was… die Osterferien werden heute nach Schulschluss beginnen. Zwei Wochen nicht zur Schule, doch das war ja mittlerweile ein alter Hut und irgendwie stellte sich bei mir das Ferien-Gefühl nicht so richtig ein. Aber ein paar Stunden hatte ich ja auch noch Zeit. Spulen wir den Tag also auf 8 Uhr zurück:

So kann der Tag beginnen 🙂

Es ist 8 Uhr und meine Doppelstunde in der 8e beginnt. In den letzten Stunden stand Grammatik auf dem Programm. Konjunktiv I und II, Konditionalgefüge und Modalverben. Für den Unterricht von Zuhause, ein dankbares Thema. Und ich bin stolz, dass meine Klasse so kontinuierlich an den Stunden teilnimmt. Um das Thema vor den Ferien abzuschließen, erwartet die Klasse heute ein klitzekleiner Mini-Test. Natürlich im open-book Format und eher dafür geeignet, dass meine Schüler+innen selbst merken, an welchen Stellen sie lieber noch einmal nachschlagen. 

In der zweiten Stunde haben wir uns für ein gemeinsames (zweites) Frühstück via Zoom verabredet. Der „Test war einfach“, entweder waren die Aufgaben zu simpel oder meine Klasse ist einfach spitze. Ich tendiere natürlich zu der letzten Annahme. 

„Wie geht es euch, sind noch alle gesund und munter?“ Für diese Stunde lassen wir mal die Schule nur Schule sein. Es ist schön, endlich mal die vertrauten Gesichter zu sehen. Die Atmosphäre ist ganz anders als im Klassenzimmer. Die Gesprächsthemen sind vielfältig und wir vereinbaren in den Ferien spontan Videokonferenzen abzuhalten, wenn wir uns mal sehen möchten. Und dann heißt es auch schon Abschied nehmen, es „klingelt zur großen Pause“.

Die nächsten zwei Stunden bin ich in der 5 a unterwegs. Religionsunterricht. Und mir bubbert schon die ganze Zeit das Herz, weil meine Stunde bei Nerdl nach dem Abspeichern nicht auftaucht. Passend zum Klingeln taucht die Stunde dann doch plötzlich im Stundenplan auf. Aufatmen. 

Die gestellten Aufgaben sollten eigentlich im zweiten Teil der Doppelstunde besprochen werden… daran ist allerdings nicht zu denken. Viel zu spannend ist es, dass man die Mitschüler endlich mal sieht. Ein Tohuwabohu, aber trotzdem schön. Endlich wieder Klassenzimmer-Feeling in der 5a. 

Die Besprechung habe ich innerlich schon in den Wind geschossen, stattdessen gibt es eine kleine Geschichte passend zu den Osterferien. Warum feiern wir gleich noch Ostern? Ach ja, das ist das Fest der Auferstehung Jesu.

Dann ist es 11.20 Uhr, die Stunde ist offiziell vorbei und wir verabreden uns für die nächste Woche zu einer neuen Konferenz. Donnerstag, 15 Uhr? – Abgemacht!

Um 12.14 Uhr (fast eine Stunde nach Unterrichtsende) verabschiede ich mich dann aus einer stark dezimierten Videokonferenz. Tolle Kinder, Zeit für technische Experimente, lustige Gespräche über Haustiere. Zeit, die man sonst nicht hat.

Mein persönliches Fazit nach drei Wochen ESG@home:  

…Euch und Ihnen vielleicht auch?

In diesem Sinn hoffe ich auf ein Wiedersehen nach den Osterferien. 

Bleiben Sie und bleibt alle gesund. Ich wünsche ein alternatives und gesegnetes Osterfest!

Ricarda Kemmerling

Corona Update

Es gibt neue relevante Infos aus dem Ministerium:

MAIL DES MSB in Auszügen: – Anmerkungen der Schulleitung ESG in kursiver Schrift

Sehr geehrte Damen und Herren,

an diesem Wochenende beginnen die Osterferien. Und dennoch beschäftigt uns alle schon jetzt die Frage, wie es mit der Schule und dem Unterricht nach den Osterferien weitergehen wird.

Die Entscheidung darüber wird vor allem unter den Gesichtspunkten des Gesundheitsschutzes zu treffen sein. Bund und Länder haben am Mittwoch dieser Woche entschieden, dass die bundesweiten Kontaktbeschränkungen bis zum 19. April 2020 aufrechterhalten werden müssen. Welche Verhaltensregeln ab dem 20. April 2020 gelten werden und welche Auswirkungen das auf den Schulbetrieb haben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen. Es ist aber beabsichtigt, Sie am 15. April 2020 über die weiteren Schritte zu informieren. Im Vordergrund werden dabei Informationen zur Ausgestaltung und zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Schulbetriebes stehen.

Darüber hinaus möchte ich auf folgende Punkte eingehen:

I. Termine der Abiturprüfungen und Zentrale Prüfungen Klasse 10

Die schriftlichen Prüfungen beginnen am 12. Mai 2020. Eine Übersicht, an welchen Tagen welche Klausuren geschrieben werden, ist auf der Homepage des Ministeriums zugänglich:

www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/FAQneu_Coronarvirus_Pruefungstermine/index.html

Nach Wiederaufnahme des Schulbetriebes wird den Abiturientinnen und Abiturienten die Möglichkeit gegeben, sich in der Schule im Rahmen von unterrichtlichen Angeboten auf das Abitur vorzubereiten. Ein Unterricht nach Stundenplan ist nicht vorgesehen.

Die Schule wird je nach Sachstand mit allen Schüler*innen der Q2 per Mail in Kontakt treten, um Einzelheiten und Organisationsform zu klären.

Auch für die Abiturprüfungen sowie die vorbereitenden unterrichtlichen Angebote hat die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte und aller in Schule Beschäftigten oberste Priorität.

Es werden daher selbstverständlich die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheit dieser Personengruppen zu schützen.

IV. Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)

Diese Informationen zu KAoA während und nach Beendigung des Ruhens des Unterrichts wurden mit Stand 02. April 2020 aktualisiert. Die Aktualisierungen beziehen sich vornehmlich auf die außerschulischen Praxisphasen in KAoA. Weitere Erläuterungen zu wichtigen Standardelementen, wie z. B. zur Beratung der Agentur für Arbeit oder zum Monitoring, ergänzen die Informationen.

Sie finden diese Information unter folgendem Link im Bildungsportal:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/Coronavirus_KAOA/index.html

V. Erstattung von Stornokosten für abgesagte Schulfahrten

Mit SchulMail vom 6. März 2020 habe ich im Falle der erforderlichen Absage von Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustauschen sowie bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen eine grundsätzliche Kostenübernahme für die vom Vertragspartner (z.B. Reiseveranstalter, Transportunternehmen, Unterkünfte) in Rechnung gestellten und nachgewiesenen Stornierungskosten durch das Land zugesagt. Dies gilt nunmehr für alle Schulfahrten im Sinne der Richtlinien für Schulfahrten (BASS 14-12 Nr. 2), die bis zum Beginn der Sommerferien durchgeführt worden wären.

Das Land Nordrhein-Westfalen tritt jedoch nicht in bestehende Verträge mit Dritten ein. Daher erfolgt die Auszahlung nicht direkt an den oder die Vertragspartner, sondern ausschließlich an die Schulen. Die Erstattung von Stornierungskosten wird über die Bezirksregierungen erfolgen.

Um eine zeitnahe und geordnete Abwicklung zu gewährleisten, bitte ich Sie, Ihre Anträge auf Erstattung der Stornierungskosten auf dem beigefügten Formular bis zum 15. Mai 2020 bei der zuständigen Bezirksregierung ausschließlich per E-Mail an die dort eingerichteten Funktionspostfächer einzureichen.

Das ESG sammelt derzeit alle Daten und bereitet die Anträge zur Einreichung vor. Sobald uns die Rückerstattungen vorliegen, werden wir auch die geleisteten Elternbeiträge entsprechend der Erstattungsleistungen von Reiseveranstaltern und Land zurück erstatten.

Süße Grüße zum Ferienstart

Wir haben uns alle Mühe gegeben, wollten euch unbedingt mit schönen ESG Bildern/ Nachrichten in die Ferien entlassen und wir finden, wir haben ganz besonders entzückende und aufmunternde Neuigkeiten für euch „aufgegriffen“ – vier um genau zu sein:

Jonna Dorothea Lange (*16.12.2019)

Sie empfiehlt für die Zeit zuhause: Lesen, lesen, lesen und …
… ab und an durch den Wald tragen lassen (ja oder eben selber gehen, wenn man kann 🙂 )

Edda Tonk (*14.2.2020)

Findet die Welt einfach zum Staunen!

Nelio Taavi Belke (*11.3.2020)

Was diese Füße wohl noch so alles vor sich haben?

Mathilda Kloppenburg (*28.3.2020)

Die Welt im Ausnahmezustand – stört sie gar nicht!

So ärgerlich es manchmal auch für euch sein mag, wenn es wieder heißt „Frau XY ist schwanger“ oder „Herr XY nimmt Elternzeit“ – denn es bedeutet ja immer auch einen Einschnitt im Stundenplan – wenn man diese Bilder sieht, dann verfliegt doch der Ärger darüber, oder?!

Tag 12 – ESG@Home

Endspurt – fast geschafft – die Ferien stehen vor der Tür (*auch wenn sich die Vorfreude darauf in diesem Jahr irgendwie anders anfühlt…sie ist da!!!).

Heute gewähren uns die Bloggerinnen Liva (EF) und Paula (Klasse 6), aber auch Herr Reitz und Frau Kämpken persönliche Einblicke in ihren ESG@Home Tag.

Herr Reitz

Durch einen frisch gebrühten Kaffee gestärkt, startet die Doppelstunde Erdkunde unseres EF Kurses pünktlich um 9:50 Uhr. Beim Blick in die Postings wünschten mir bereits einige Schüler*innen Minuten zuvor mit „Morgen!“ und „Hallo“ einen guten Start in den Tag. Da heute eine Projektarbeit ansteht und der Kurs bereits, weiß was zu tun ist, geht’s sofort los: „Guten Morgen, lieber Kurs“. 

In den kommenden 90 Minuten erstellt der Kurs innerhalb des Projektes ‚Leben mit endogenen Kräften der Erde‘ in Kleingruppen zu selbstständig gewählten Schwerpunkten, wie der Entstehung und den Auswirkungen von Seebeben und Tsunamis oder der Wirksamkeit von Vorwarnsystemen, Lernprodukte. Dabei können die Gruppen aus einer großen Vielfalt an möglichen Produkten (etwa Podcasts, interaktive Powerpoints oder Filme) wählen und auch auf ihre im Vorfeld erstellen Audioslideshows zu Vulkanen zurückgreifen. 

Um die Zeit von ESG@home sinnvoll und gewinnbringend nutzen zu können, hatten die Schüler*innen im Anschluss an ein Klausurtrainingslager zu Anfang des Homeschoolings die Möglichkeit, ihre Anregungen und Wünsche zur weiteren Gestaltung mit einzubringen. Hierbei kamen neben zeitlosen Klassikern („Filme gucken“/„nicht zuuu viele Aufgaben, bitte“) auch sehr konstruktive Ideen wie freieres und produktartiges Arbeiten in digitalen Projekten zur Vertiefung des bisherigen Unterrichtsstoffes.  

Um 11:20 Uhr sind alle Fragen geklärt und das heutige Erdkunde-Etappenziel ist erreicht: Ein bunter Strauß an unterschiedlichen Projektergebnissen (vom Seebeben vor Indien 2004 bis zum Erbeben in Zagreb 2020) wartet darauf, in der morgigen digitalen Stunde präsentiert zu werden. 

Im Zuge meines Referendariats betreue ich den EF Kurs auch über mein Staatsexamen hinaus, dabei finde ich es einerseits sehr schade, nun weniger Zeit mit Ihnen/euch am ESG zu verbringen, andererseits aber total spannend in dieser Zeit von ESG@home selbst mitmischen zu können und diese Erfahrungen zu machen. Die Arbeit und das Feedback der vergangenen Wochen hat mir noch einmal eindrucksvoll bewiesen, wie gut uns das Homeschooling durch das vorhandene Know-how des digitalen Lernens geglückt ist und was es bedeutet, mit engagierten, flexiblen und kreativen Kolleg*innen arbeiten zu können.

Zuflucht zwischen Schreibtisch- und Schaukelstuhl 🙂

Ich wünsche Ihnen und euch erholsame Osterferien!

Liva, EF

Heute ist bei den meisten bereits der Endspurt eingeläutet, noch einen Tag Nerdl und dann sind Osterferien! Auch ich freue mich schon darauf, nicht jeden morgen um acht auf Nerdl „Hallo“ zu schreiben und dann Aufgaben zu machen, sondern auszuschlafen.  Heute habe ich eines der Projekte abgegeben, die wir über die Zeit aufbekommen hatten – nur noch ein längeres Projekt und ich bin auch mit denen durch. 

Rückblickend ist die Zeit doch schneller vorbei gegangen als ich es erwartet hatte. Nach dem etwas holprigen Start mit vielen Probleme auf Nerdl, lief diese Woche, zumindest bei mir, makellos und alles hat funktioniert. Wenn es nach den Osterferien weitergeht, würde ich lieber wieder mehr kreative Aufgaben machen, die nicht nur beinhalten stumpf aus dem Buch abzuschreiben und zusammenzufassen, sondern selbst recherchieren und auch Diskussion führen. 

Paula, Klasse 6

Es war jetzt mein vorletzter Tag Online-Unterricht vor den Ferien, also wieder das Gleiche: Einloggen, Aufgaben machen, ausloggen. Ich bekomme langsam richtig Routine. Ehrlich gesagt, hätte ich gedacht, dass der Unterricht vor dem Rechner sich mehr von dem Unterricht im Klassenraum unterscheidet. Für mich sind die einzigen Unterschiede, dass es keinen mündlichen Unterricht gibt, und natürlich, dass ich nicht in der Klasse, sondern Zuhause sitze. Ich finde, dass der Online-Unterricht schneller langweilig wird als der normale Alltag in der Schule. Anders als meine Schwester, die diese Art von Unterricht schon fast besser findet. Aber ich kann mich in der Schule besser konzentrieren und mir fehlt die Zusammenarbeit mit den anderen Leuten aus meiner Klasse. Mein Bruder, der noch zur Grundschule geht, hat einen viel lockereren Arbeitstag. Er kann seine Aufgaben eigentlich machen wann er will und hat viel weniger zu tun. Die Aufgabenmenge beträgt bei mir dieselbe wie in der Schule, vielleicht ein bisschen weniger als normalerweise. Aber das ständige Zuhause-Sein hat auch sein Gutes: Ich bin viel mehr im Garten, kann mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und habe weniger Stress als sonst. Morgen habe ich meine erste Videokonferenz, mal sehen wie das wird. Und vor den Osterferien ist das dann auch erstmal meine letzte. 

Paulas Arbeitsplatz!

Frau Kämpken – Sie lässt uns gleich an zwei Tagen teilhaben:

Dienstag, 31. April

3./4. Stunde: Mein bilingualer Erdkundekurs in Jahrgang 9 ist eine superlustige Truppe. Mehr noch – sie stellen sich gerne total spannende Fragen. Zum Beispiel ob man mit Hilfe von Datenbanken Einfluss des Krieges in Syrien auf die Entwicklung des Landes zeigen kann oder inwiefern die Nutzung nachhaltiger Energien Deutschland als entwickeltes Land auszeichnet. 

Heute ging es darum, inwiefern „Glück“ ein Maßstab für Entwicklung ist. Also habe ich gefragt, was sie in Zeiten von ESG@Home glücklich macht. Das Ergebnis: Meine superlustige Truppe ist noch gut drauf – aber die „Corontäne“ hinterlässt Spuren. Was kann man also tun? Wir schauen dazu einen Vortrag von Nic Marks zum „Happy Planet Index“. Dort lernen wir, dass „aktiv sein an der frischen Luft“ glücklich macht. Und viele Schüler*innen gelobten nachmittags raus zu gehen.

Ich schnappte mir jedenfalls nachmittags meine Familie für einen Waldausflug mit Picknick. Wir haben einen Staudamm gebaut und Dosenravioli auf dem Gaskocher warm gemacht. Yeah 🙂

Abends musste ich dann noch ein paar organisatorische Dinge klären, eine Email hier, ein Technikproblem da. ESG@home heißt eben auch, dass das Büro immer dabei ist. 

Mittwoch, 1. April 2020. 

Früh, sehr früh. Um etwa 4:20Uhr weckte mich ein lautes „Mama! Maaamaaaa!“ aus dem Kinderzimmer. Normalerweise – eine Katastrophe! Denn wenn ich wie sonst um 6:50Uhr mit dem Zug aus Hamm zum ESG fahre, zählt jede Stunde Schlaf. Aber heute kann ich mich nochmal umdrehen, denn ich habe erst um halb neun eine Verabredung mit meinem Q2 Leistungskurs. Wir treffen uns zum Quatschen zur Videokonferenz. Nach Wochen voll von Projektarbeiten, Probeklausuren, Fachbegriffslisten, Feedbackrunden und Barcamps ist die Luft einfach raus. Und so ist nur die Hälfte des Kurses da, ich kann es ihnen nicht verdenken. Sie wirken müde – und nicht gesprächig. Ich weiß, dass manche von Ihnen schlecht schlafen oder oft Bauchschmerzen haben. Ablenken, das kann ich. Ich plaudere über dies und das, etwas über Corona und die globale Verteilung (Geographen halt…). Und zuverlässig analysieren sie in 5 Sekunden ein Balkendiagramm zum Vergleich von Island und Holland, wofür Twitter gefühlt 5000 Tweets brauchte – Gott sei Dank, sie haben es noch drauf. Dann platzt meine Tochter ins Büro und erzählt den Abiturient*innen, dass sie ihr ganzes Taschengeld für Eis ausgibt. Sie lächeln – das geht also auch noch 🙂

Danach wurde es etwas stressig. Ich wollte schnell die Stunde auf NERDL für meine Achtklässler*innen in der 3./4. Stunde etwas „aufhübschen“ – ein freundliches Willkommen, ein Stundenablauf, Kriterien, Arbeitsanweisungen. Denn bei ESG@home kommen einige Schüler*innen immer zu früh zum Unterricht und wollen „schonmal gucken“(manche kommen gar nicht, aber das ist ein anderes Thema). Und gegessen hatte ich auch noch nichts. Mein Freund, meine Tochter und eine liebevoll dekorierte Smoothie-Bowl erwarteten mich bereits  – gemeinsames Frühstück mit Cappucchino. Luxus des Homeoffice. 

Und dann legten die Achtklässler los. Wir hatten uns einer Herausforderung gestellt: Pecha Kucha-Vorträge auf Zoom mit geteiltem Bildschirm, natürlich auf Englisch. Alle stellen ihre Mikrofone aus und wir hören einfach nur zu, auch ich. Wir lernen etwas darüber, wie die Tiere der Arktis vor den Herausforderungen des Klimawandels stehen. Und es ist gut, dass auch bei der Feedback-Runde mein Mikrofon stumm bleibt. In meinem Kopf meckert die Lehrerin in mir immer wieder, weil manche besser hätten üben oder tiefgründiger recherchieren müssen. Aber darum geht es nicht bei ESG@home. 20 von 24 Schüler*innen waren da, hatten ihre Präsentationen fertig, haben sich nicht unterbrochen, sich der Herausforderung gestellt. Ob das in N21 auch geklappt hätte? 

„Mama! Mamaaaa! Bist du jetzt fertig? Ich will aufs Trampolin!“ Leider noch nicht, denn ich wollte noch Emails checken von Schüler*innen, die ich bisher nicht erreicht habe. Und tatsächlich, einige haben geantwortet, bedanken sich sogar für Material. Da hüpft mein Herz und bald darauf auch ich, auf dem Trampolin. 

Hier gibt es übrigens den TED-Talk Nic Marks  zum Happy Planet Index: 

Und diese Grafik hat sich der Geographie LK angeschaut: